Archive for the 'Allgemein' Category

Kartenlegen mit Kipperkarten

Dienstag, Juni 13th, 2006

Die Kipperkarten sind Wahrsagekarten, die vermutlich nach Susanne Kipper benannt sind, die diese um 1873 entworfen haben soll. Ein Kipper-Deck besteht aus 36 nummerierten Karten, auf denen jeweils eine Person oder ein Ereignis abgebildet sind. Typisch für die Kipperkarten sind die Vielzahl von Personenkarten, welche Menschen aus dem Umfeld des Fragestellers darstellen bzw. auch Charaktereigenschaften oder Situationen in denen er sich selbst befindet. Unterstützend wirkt beim Kartenlegen, dass die Bilder recht direkt Situationen wiedergeben, wie z.B. die Karten „Reise“, „traurige Nachricht“ oder „angenehmer Brief“ zeigen.

Tarot

Donnerstag, Juni 8th, 2006

Tarot ist eine alte Methode des Orakelns, die mit Hilfe von Bildern einen Zugang zu unserem Unbewussten eröffnet. Die Bilder spiegeln einen seelischen Zustand oder eine bestimmte Lebenserfahrung wider und bringen sie ins Bewusstsein. Gerade in Zeiten innerer Unsicherheit oder äußeren Umbrüchen bietet uns Tarot eine wertvolle Hilfe. Die Tarot-Karten bringen Licht in schwierige Situationen und verhelfen uns zu tiefen Einsichten. Gerade Konfliktsituationen führen uns zu Selbsterkenntnis und Selbsterforschung.

Der Umgang mit diesen Karten setzt eine intensive Beschäftigung mit Symbolen der Mythologie, der Astrologie und der Psychologie voraus. Nur ein ernsthafte Auseinandersetzung mit der Thematik ermöglicht uns einen tiefen Zugang zu den Symbolen des Tarot.

Zu bemerken ist, dass Tarot keine Entscheidungen abnimmt und man seinem Schicksal nicht ausgeliefert ist. Viel mehr soll das Spiel uns helfen unseren eigenen Weg zu finden und wichtige Dinge zu begreifen. Dahinter stehen jahrhunderte alte Weisheiten, die uns bei Entscheidungen hilfreich sein können. Veränderung durch Bewusstwerdung ist das Ziel des Tarot.

Die Herkunft des Tarot liegt im Dunkeln. Als Ursprung vermutet man Ägypten. Einige Forscher vermuten als Quelle die jüdische Kabbala. Sicher ist nur, dass die ersten Tarot-Karten im 15. Jahrhundert in Europa entdeckt wurden. Der Künstler Bonifacio Bempo malte für die Mailander Adelsfamilie Visconti die berühmten Visconti-Sforza-Karten, dessen Grundkonzept bis heute beibehalten wurde. Später entstanden dann die populären Rider-Waite-Karten von Edward Waite und das Crowley-Tarot von Aleister Crowley.

Beide gehörten einer Gruppe namens „Golden Dawn Society“ an, die sich zum Ziel machten, das westliche Gesellschaftsystem durch die Beschäftigung mit Symbolen zu verändern. Während Waite eher zeitgenössische Motive für die Karten wählte, wählte Crowley mythologische Motive, die auf Skizzen von Frieda Harris Crowley, seiner Frau, zurückgingen. Ihr weitreichendes Wissen und ihr intuitives Verstehen beeinflusste maßgeblich die Gestaltung der Karten.

Veröffentlicht wurde das Spiel erst nach ihrem Tod. Erst 1969 fotografierte Major Grady L. McMurty die fertiggestellten Bilder. Das heutige Kartendeck wurde in dieser Form erstmals 1977 veröffentlicht.

Kartenlegen II

Mittwoch, Juni 7th, 2006

In fast jedem Haushalt findet sich ein Kartenspiel, mit dem man sich mit der Familie oder mit Freunden die Zeit vertreiben kann. Dass nun gerade die Skat-Karten uns etwas über unsere Zukunft sagen können, ist besonders erstaunlich, da gerade sie äußerst schlicht gestaltet sind. Aber gerade mit dieser harmlos anmutenden Fassade sollen tiefgreifende Zukunftsprognosen möglich sein.

So soll die Herz-Karte unsere Emotionen anzeigen und die Karo-Karte den materiellen Bereich unseres Lebens repräsentieren. Grundsätzlich sollen uns die Karten in Situationen weiterhelfen, in denen „man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht“. Die Karten können uns Lösungshinweise geben oder uns Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Sie können uns helfen unsere Probleme zu erkennen und uns Möglichkeiten aufzeigen, sie zu bewältigen. Die Umsetzung muss jedoch jeder selbst leisten, und nicht der Kartenleger .

Kartenlegen I

Dienstag, Juni 6th, 2006

Die Verfahrensweise, mit der die verschiedensten Völker und Kulturen mit Hilfe von Spielkarten die Zukunft vorherzusagen versuchten, ist viele hundert Jahre alt. Den Karten wurde eine bestimmte Bedeutung zugeordnet, sodass feste Regeln für die Deutung der Karten entstanden. Manche Kartenspiele wurden mit Bildern, andere mit abstrakten Symbolen versehen.

Das erste Kartenspiel wurde wahrscheinlich in China des 7. Jahrhunderts erfunden. Die Kulturgeschichte der Karten führt aber in alle Länder und Kontinente dieser Erde. Die Gestaltung der Karten, wie auch die Spielregeln vom Kartenlegen, waren höchst unterschiedlich und variierten von Land zu Land. In Europa erlebte das Kartenlegen seinen Höhepunkt um das 14. Jahrhundert. Hier wurde auch die Einteilung in die vier Farben vorgenommen. Die Spielkarten ließen sich so den vier Elementen Feuer, Luft, Wasser und Erde zuordnen und den Bereichen Energie, Geist, Emotion und Materie.

Weiter wurden die Karten mit einer Hierarchie versehen. Auch hier gab es jede Menge regionale Unterschiede. Die Hofkarten wurden mal durch vier Repräsentanten vertreten und mal durch drei: Bube, Reiter, Dame, König oder Bube Dame König. Manchen Spielen wurden mehrere Narren bzw. Joker hinzugefügt und in manchen Spielen wurde der König von einem Unter- oder Obermann begleitet.